Erkenntnüsse des 04.05.2014

Mai 04 2014
  1. Ich bin nicht in der Lage, die "Erkenntnisse des Tages" kontinuierlich zu pflegen.
  2. Wenn man "mal eben schnell" was übersetzen will, ist es plötzlich drei Stunden später.
  3. Gefütterte Katzen schlafen leiser, und Blogeinträge mit Katzen sind Selbstläufer.

Die taz kommentiert: AfD gegen die Presse

Mai 04 2014

Ein kleiner Kommentar zu meiner persönlichen Stilblüte der Woche:

taz.de-Kommentar zu AfD und Pressefreiheit: Der Rauswurf war kein Versehen

 

In meinen Augen liegt der Autor hier falsch. Nur weil der Akteuer die AfD war, wurde hier eben nicht prinzipiell falsch gehandelt. Ich sehe jedes Jahr wie dumm und überzogen die Antifa sein kann1, und ich würde als Partei, die eh schon einen rechten Ruf hat - den ich wohlgemerkt durchaus berechtigt finde, die AfD wirkt teilweise weiter rechts platziert als die NPD - gerade solchen Verdachtsmomenten auch sicherheitshalber nachgehen und die potentiell gewaltbereiten Antifa-Mitglieder von der Veranstaltung verbannen, zumal die Veranstaltung auch von einer Demonstration linksradikaler Aktivisten belagert wurde2. Das hat nichts mit Pressefreiheit und deren Eingrenzung zu tun, sondern etwas mit Sicherheitsbedenken. Der Deckmantel des Journalismus schützt nicht pauschal vor jedem Verdacht, und das ist auch nicht seine Aufgabe: Wer aus triftigem Grund als Gefahr für die Besucher einer Veranstaltung eingestuft werden muss, hat auf dieser Veranstaltung nichts verloren, und die Zugehörigkeit zu einer militanten linksradikalen Gruppierung, die das Gewaltmonopol des Staates per se nicht anerkennt, ist durchaus ein triftiger Grund. Und wem es nicht passt, als "potentiell gewaltbereit" eingestuft zu werden, sollte keine Verbindung zu einer derartigen Gruppierung unterhalten.

Dass insbesondere Fotografen auch gern mal über die Stränge schlagen und entgegen dem Recht am eigenen Bild handeln, ist auch bereits bekannt. Und jeder Journalist fühlt sich - nicht immer zurecht - bestärkt, wenn es um angebliche Neonazis3 geht, und glaubt, allein dieser Vorwurf hebele die Grundrechte aus. Die Pressefreiheit beschränkt sich auf "Personen des öffentlichen Lebens". Gäste der Veranstaltung sind durch das Recht am eigenen Bild geschützt, und wenn sich ein allzu eifriger Fotograf nicht daran hält, darf man ihm zum Schutz der Gäste auch ohne weiteres ein Veranstaltungsverbot erteilen.

In conclusio: "größtenteils harmlos". Hätte das beispielsweise die CDU so gemacht, wäre das gar kein Problem gewesen, und die Zeitungen hätten womöglich statt gegen die Partei gegen diese dreisten Journalisten gewettert. Oder: wer die Macht will, braucht seiner Beschreibung nicht zu spotten.

 


1 Auf dem WGT werden "military style" Goths und Besucher von Industrial-Konzerten pauschal als Nazis deklariert. An Industrial-Locations vorbeifahrende Trams werden mit Backsteinen beworfen, und Pöbeleien und Angriffe der Antifa auf friedliche Treffenbesucher sind nicht gerade das, was man eine Ausnahme nennen könnte.
2 Dazu fand ich bei YouTube folgendes Video: AfD Veranstaltung Bremen 30.04.2014
3 Jeder Neonazi ist "rechts", aber nicht jeder "Rechte" ist ein Neonazi. Man kann auch ohne nationalsozialistische Ideale "rechts" sein. Sieht man sich beispielsweise das Parteiprogramm der AfD an, zeigt dieses zwar durchaus starke separatistische Züge und eine streng konservative Haltung, nähert sich dem nationalsozialistischen Kernaspekt der allumfassenden staatlichen Kontrolle allerdings nicht stärker als z.B. die Linkspartei.

HowTo: FusionDrive reparieren

Mai 02 2014

Gestern habe ich mit meinem iMac etwas sehr sehr Dummes angestellt. Aber fangen wir von vorne an: mein iMac besitzt ein Fusion Drive (ab Werk) mit einer Größe von 3 TB. Diese doch sehr großen Fusion Drives haben einen Nachteil: BootCamp. Möchte man Windows auf diesen Systemen installieren, muss die Hauptpartition auf dem Fusion Drive "getrennt" werden, da BootCamp maximal eine Datenträgergröße von 2,2 TB unterstützt.

Nachdem ich also beim Anschaffen des iMacs lange gebraucht habe, um herauszufinden, wie ich es hinbekomme, dass ich eine Partition für Mac und eine Partition für Windows habe, sah die Parition in etwa so aus:

Da ich mittlerweile aber die BootCamp-Partition nicht mehr benötige (ich habe mir eine PlayStation angeschafft, und dadurch derzeit keine Windows-Only-Spiele mehr), dachte ich mir "och, einfach löschen, und dann die beiden Macintosh HDs zusammenführen".

So einfach ist es nur leider nicht: Löscht man die BootCamp-Partition von Hand, und nicht per BootCamp-Assistenten, lassen sich die beiden Macintosh HDs nicht nur nicht mehr vereinen, nein, man kann nichtmal mehr die Größe ändern. Einige Selbstversuche später die Erkenntnis: Ich hab ja noch Garantie, rufen wir mal beim Support an. Heraus kam die folgende Anleitung:

  1. Bootbaren USB-Stick erstellen
    Einen bootbaren USB-Stick erstellt man am Besten mit dem DiskUtil. Für OS X Mavericks reichen 8 GB aus. Die dazu benötigten Schritte sind:
    1. OS X Mavericks aus dem Mac App Store laden. Findet man am schnellsten unter "Einkäufe".
    2. Wenn es fertig geladen ist im Terminal den folgenden Befehl ausführen:
      sudo /Applications/OS\ X\ Mavericks\ installieren.app/Contents/Resources/createinstallmedia --volume "/Volumes/(Medium)" --applicationpath "/Applications/OS X Mavericks installieren.app"
    3. Fertig.
  2. System sichern
    Das komplette System per TimeMachine sichern.
  3. FusionDisk auflösen und neu erstellen
    1. Per USB-Stick booten.

    2. Aus dem "Dienstprogramme"-Menü das Festplattendienstprogramm starten.
    3. Macintosh HD löschen.
    4. Das Festplattendienstprogramm wieder schließen.
    5. Aus dem "Dienstprogramme"-Menü das Terminal öffnen.
    6. Die folgenden Befehle ausführen:
      diskutil corestorage list
      Das Ergebnis ist folgende Ausgabe:
      CoreStorage logical volume groups (1 found)
      |
      +-- Logical Volume Group B591A764-FF40-4E80-B23D-347F508930D6
          =========================================================
          Name:         Internal Drive
          Status:       Online
          Size:         3120722075648 B (3.1 TB)
          Free Space:   16384 B (16.4 KB)
          |
          +-< Physical Volume 911772B3-C39D-4A3B-9C6A-9F63D28E53DD
          |   ----------------------------------------------------
          |   Index:    0
          |   Disk:     disk0s2
          |   Status:   Online
          |   Size:     120988852224 B (121.0 GB)
          |
          +-< Physical Volume 1A122EF9-AA1C-44FE-B045-27796A4F14D8
          |   ----------------------------------------------------
          |   Index:    1
          |   Disk:     disk1s2
          |   Status:   Online
          |   Size:     2999733223424 B (3.0 TB)
          |
          +-> Logical Volume Family 905DA670-6EC0-4CA6-8E37-40FDFD7143F2
              ----------------------------------------------------------
              Encryption Status:       Unlocked
              Encryption Type:         None
              Conversion Status:       NoConversion
              Conversion Direction:    -none-
              Has Encrypted Extents:   No
              Fully Secure:            No
              Passphrase Required:     No
              |
              +-> Logical Volume EA235E85-C2BD-40E6-B266-0DC1B3320FD1
                  ---------------------------------------------------
                  Disk:                  disk2
                  Status:                Online
                  Size (Total):          3115223597056 B (3.1 TB)
                  Conversion Progress:   -none-
                  Revertible:            No
                  LV Name:               Macintosh HD
                  Volume Name:           Macintosh HD
                  Content Hint:          Apple_HFS
      
      Interessant ist dabei die GUID der "Logical Volume Group". Diese kopieren wir, um sie dann im letzten Terminal-Schritt wieder zu verwenden:
      diskutil corestorage delete B591A764-FF40-4E80-B23D-347F508930D6
      Daraufhin wird das Fusion Drive aufgelöst. Sobald dies abgeschlossen ist beenden wir das Terminal.
    7. Ein weiteres Mal geht es in das Festplattendienstprogramm. Diesmal sind hier einige rote Datenträger aufgelistet. Die beiden nun (evtl. erst auf einen Klick auf einen der Datenträger) folgenden Dialoge bestätigen wir mit "Fest" bzw. "Fix" (Ja, auch Apple kann "mal" etwas falsch übersetzen...).
  4. Nun starten wir eine neue Installation. Dies ist wichtig, damit eine neue Recovery-Partition angelegt wird - diese fehlt sonst. Im Verlauf der Installation wird gefragt, ob man das System von einer BootCamp-Sicherung wiederherstellen möchte. Dies bejaht man - und kaum ist alles kopiert, hat man wieder ein problemlos funktionierendes System.

Viel Erfolg!

Ein Wort zur Dichtung

Apr 04 2014

Bei den Reimen,
grad den feinen,
ist's ganz wichtig
und nicht nichtig
d'rauf zu achten
und zu trachten
echte Metrik
der Rhetorik
aufzuzwängen
und zu drängen,
dass die Reime
kaum unreine
Silben haben.

Gibt's noch Fragen?