kyoshiros

Gedanken über die Welt

Norns I-V

Mär 152015

Far from here in a forlorn world, three ladies sat and wove,
They wove the clouds, the lights, the terror,
wove pretention, luck and woe.
Three ladys by the names of Norns.
Urd, the past, long gone and still
agressive now in our days.
Verdandi, now, becoming thrilled,
for only now's reality.
Skuld, the future, all unknown,
for this is fate, it's to become.
The three of them are called

The Norns.

 

Norns I

Affection, created by someone so much different from you.
Illusion, emanated by a person yet to become,
caught in a web of "doesn't matter".
The harder you try, the stronger it gets.
Don't suffice.
Suffer.
Sufficient.
Before you know.
Caught in an ambush of spikes.
Try to escape. Burn.
The more you struggle, the deeper it cuts.
Lost. Loved.
Dead.
Fate.

 

Norns II

The sea is big. It's deep. And blue.
Don't fall into the sea.
You'll drown.
Death.
Fate?

 

Norns III

Caution! Do not enter!
Step.
By step.
By step.
Step by step you walk into enemy territory.
You walk through a minefield, seemingly unharmed.
You walk through the no man's land, seemingly unharmed.
You walk over the frontier, seemingly unharmed.
You walk beyond enemy lines, seemingly unharmed.
But every step you do
makes yourself illegal
To
Fate.

 

Norns IV

Three strings bring you towards the trial:
One, bright as the stars. Close you look: it's ones and zeros.
Two, blue as the sea. Close you look: it's fish and monkeys.
Three, red as your blood. Close you look: it is your blood.
One pulls, and pulls, and all its effort is lost.
Two pulls, and pulls, and draws you aside.
Three pulls, and without resistance you rush all along.
Do not underestimate
The red string.
How do you decide?
Choose what?
Decision matters
Death.
Fate.

 

Norns V

Nothing is wrong
Is wrong.
Should not have,
Would not have,
Could not have.
Meaningfull. Meaningless.
Regret.
Meaningless. Meaningfull.
Without regret
You die from
Fate.

Saltatio Mortis: IX

Okt 142014

Die Spielleute haben sich dazu entschlossen, die Einsendungen zum Übersetzungswettbewerb nicht direkt zu veröffentlichen. Deswegen tu ich das jetzt und präsentiere den Gewinner der Kategorie "IX":

IX IX
von Saltatio Mortis Übersetzung von kyoshiro

Gott und Teufel das sind zwei,
der guten Dinge gibt es drei,
Jahreszeiten kennt man vier,
die Fünf lass sein - das rat' ich dir!
Dreimal die Sechs zeigt an das Tier,
sieben ist die Drei plus vier.
Acht steht für Unendlichkeit,
doch die Neun
ist mir geweiht!

Neunmal verflucht ist meine Kunst,
neunmal verließ' mich Gottes Gunst,
neunmal hab ich den Tod gebracht,
das war der Preis für meine Macht.

Drei mal drei ist Zauberei,
die Zahl der Wollust, drei mal zwei,
die Männlichtkeit ist zwei plus eins
so steht's im schwarzen Einmaleins.
In Gottes Namen schreib die Vier,
lüg dreimal, dann glaubt man dir.
Elf zeigt an Maßlosigkeit,
doch die Neun
ist mir geweiht.

Fünf Sinne für die Quintessenz.
Eins bleibt eins in der Potenz.
Winde gibt es zwei Quadrat.
Ein Kuss reicht aus für den Verrat.

||: Neunmal :|| – wurde ich verflucht!
||: Neunmal :|| – neunmal hab ich Dich versucht!

||: Neunmal :|| – hab ich den Tod gebracht!
||: Neunmal :|| – das war der Preis für meine Macht!

God and devil, they are two
Three good things are done to you
Four seasons come, it is well known
The five let go now, let it roam
The beast is shown by a triple six
The three plus four makes seven tricks
Eight does mean infinity
but the nine
is made for me!

Nine times my art, it has been cursed
Nine times God's grace has been dispersed
Nine times I have made death see light
this was the price for all my might.

Three times three is wizardry
The count of Lust is three times two
Two plus one - masculinity
The black 101 has taught to you
In god's name I write the four
Thrice a lie is believed more
Eleven indicates excess
but the nine
is my own bless!

Five senses for the quintessence.
One stays one even potenced.
There are blowing two-square winds.
For treason enough is one kiss.

||: Nine times :|| - I’ve been cursed anew!
||: Nine times :|| - Nine times I have tempted you!
||: Nine times :|| - I brought death into light!
||: Nine times :|| - This was the price for all my might!

 

Gender - oder: wie man es nicht macht.

Sep 072014

Mir ist kürzlich mal wieder aufgefallen, wie ausgefallen die deutsche Sprache hinsichtlich der "Genderisierung" ist. Ich kenne keine andere Sprache, ja: kein anderes Land, in dem jedes noch so kleine Wörtchen zu einer Wörtchenin umgebaut wird, nur um zu verdeutlichen, dass es ja auch weibliche Personen, Entschuldigung, Personinnen, geben könnte.

Dieser Wahn, aus per Definition geschlechtslosen Wörtern wie "Doktor" oder "Bundeskanzler" eine Feminisierung herauszuquetschen - muss das wirklich sein? Gerade der Doktortitel ist doch das beste Beispiel dafür, dass das genau der falsche Weg ist.

Früher, noch vor etwa 40 Jahren, war es nicht gerade an der Tagesordnung, dass eine Frau promovierte. Nicht nur, weil es ungewöhnlich war, sondern auch, weil ihr seitens der bereits promovierten und habilitierten Bevölkerungsschicht gerne mal der ein oder andere Stein in den Weg gelegt wurde. Wenn sie es jedoch geschafft hat, trug sie mit Stolz den Titel "Doktor" - und niemand wäre auch nur auf die Idee gekommen, da ein "-in" dranzusetzen.
Heute wird das jedoch gerne gemacht, "Gleichberechtigung" und so. Aber was passiert dabei wirklich? Hier wird genau diese Gleichberechtigung verhindert, indem ein neuer Titel geschaffen wird, der es der frisch Promovierten wiederum versagt, den gleichen Titel zu erreichen, wie die Herren der Schöpfung. Zum geschlechtsneutralen Titel wird ein femininer Titel dazuerfunden. Grammatikalisch ist dieser Titel nicht nötig - wodurch er inhaltlich ad absurbum geführt wird, da es jetzt für Frauen zwei Titel gibt, die eben nicht gleich oder gleichwertig sind. Es wird ihr mit dieser Anrede die Leistung aberkannt, die sie erbracht hat - sie ist nicht "gut genug" für einen Doktor.

Werte Damen dort draußen: Ich hoffe ihr stört euch nicht an "Frau Doktor" oder "Frau Bundeskanzler", denn bevor ich entscheiden muss, ob ich jetzt vor einem Computer oder einer Computerin sitze, und diesem dabei womöglich noch auf die Füße trete, weil er glaubt, er wäre genau das andere - bevor ich mich hier auf so dünnes Eis wage, wahre ich lieber die grammatikalisch korrekte Form und ignoriere den Trend, alles zu verweiblichen.

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